Eva Neumann

Eva Neumann, Jahrgang 1969, geboren in Lüneburg, aufgewachsen im Schwäbischen. Trainerin und Beraterin für Kommunikation, Gesprächsführung und Rhetorik.

Während des Magister-Studiums der Musikwissenschaft und Allgemeinen Rhetorik an der Universität Tübingen war ich zunächst (musik-) journalistisch für Tageszeitungen und den Rundfunk unterwegs. Auch absolvierte ich die Ausbildung zur seelsorgerlichen Beraterin. Nach Abschluss des Studiums und ersten Berufserfahrungen entschloss ich mich 1998 selbstständig zu arbeiten. Als Basis dafür verstehe ich eine kontinuierliche Weiterbildung im Bereich Kommunikation und Beratung, sowie kollegiale Supervision und Teamwork. Die Gründung des „Forums für kommunikatives Handeln“ 2000  bedeutete, dieser kollegialen Idee eine äußere Form zu geben, und ein verlässliches Trainernetzwerk im süddeutschen Raum aufzubauen. Meine Kooperationspartner auf Kundenseite sind heute meist Personalentwickler, die ich als freiberufliche Trainerin, konzeptionelle Beraterin und Coach bei bestehenden sowie neu zu entwickelnden firmeninternen Weiterbildungsprojekten unterstütze.

Hier erfahren Sie mehr über meinen persönlichen Hintergrund und mein

Selbstverständnis als Trainerin...

Leben prägt.

Reisen. Wachsen. Werden.

Meine Art, mich und meinen Beruf zu verstehen, folgt sicher auch aus einer Jugend voller prägende Aufbrüche, zu neuen Lebenswelten und Menschen. Lüneburg, dann an den Bodensee, und schließlich mitten ins Schwäbische: Sich-Einfinden in Ungewohntes und darin aufgehen, aber sich auch wieder verabschieden können, prägt mich bis heute, und ist sicherlich eine Stärke, die ich als Trainerin gegenüber unterschiedlichen Menschen und fast täglich wechselnden Gruppen nutzen kann.

Dabei kommt mir zugute, dass meine Eltern als Lehrer besonders auf Sprache achteten - mit meinem Beruf gehe ich ihren Pfad weiter – in der Arbeit mit erwachsenen Menschen. Durch die Musik, das Spiel im Orchester als Cellistin habe ich genaues Hinhören gelernt und trainiert. Lernen gehört von vorneherein zu meinem Lebensweg und zählt zu dem, worin ich Menschen gerne begegne und sie unterstütze. Denn es ist neben der persönlichen Zuwendung das, was sie überhaupt wachsen lässt. Am meisten, wenn sie sich dabei selbst führen.

Wie gut vertraute und feste Koordinaten tun – im Job wie im Privatleben – habe ich auch erfahren. Ich halte langfristige und loyale Beziehungen sehr wert und verstehe mich beruflich als Partnerin, die ihre Kunden und Kollegen auch im zeitlichen Abstand nicht aus dem Sinn verliert.

Klare Sicht.

An-sicht. Vor-sicht. Nach-sicht.

Durch Kommunikation und Fragen die Welt und Menschen begreifen, ist wie Sichtgläser wechseln: von der Lese- und Randbrille zur Lupe, auf den Fadenzähler und zum Mikroskop oder Feldstecher. Immer geht es um Perspektiven und Scharfsicht. Ich war durch meine Kindheit so fasziniert von der Unterschiedlichkeit menschlicher Kommunikation, dass ich Rhetorik und Philosophie in Tübingen studierte. Studienbegleitend bildete ich mich zur Beraterin aus, und erlebte damit eine andere Art Lernen, nämlich Erlebnis orientiert. Für mich war diese Kombination aus individuellem empathischen Zugang zu Menschen und Wissenszuwachs im Sinne der Persönlichkeitsentwicklung eine archimedische Wende. In der Kommunikation ist die individuelle Einstellung, die subjektive Sicht maßgeblich und ernst zu nehmen! Als Brillenträgerin ist es mir zu oft passiert, dass mir ein Arzt oder Optiker einreden wollte, ich werde mich schon an die Stärke der neuen Gläser gewöhnen. Ich weigerte mich. Später stellte sich nicht nur einmal heraus, dass es sich um „objektive“ Berechnungsfehler handelte.

Ich bin viele – wie Wir.

Rollen. Bühnen. Echt sein.

Mein gewachsenes Wissen über zwischenmenschliche Dynamik erlaubt mir, Dinge vorauszusehen, etwas Gegenwärtiges analytisch anzuschauen und Vergangenes aus neuer Perspektive zu betrachten und für die Zukunft zu nutzen. Intensiver Kontakt mit anderen Menschen ist für mich undenkbar ohne intensiven Kontakt mit mir selbst. Intuition, Balance, Begeisterung, Kritik, Führungsanspruch am rechten Platz, Empathie, analytische Klarheit und Neugier entwickeln sich in diesem Beziehungsfeld. Ich glaube, dass unsere Zeit uns darin auf die Probe stellt: mit sich und anderen erfüllt im harmonischen Mehrklang zu sein. Dazu müssen wir unsere Rollen ausloten und unsere inneren Bilder ausbalancieren. Als Seminarleiterin, Trainerin und Coach lasse ich mich leiten von der Vorstellung, dass wir auch als Individuen sehr vielfältige Persönlichkeitsanteile in uns tragen. Diese gilt es zu kennen, auszuloten und in angemessener Weise nach außen zu zeigen, rollengemäß und authentisch. Auf dem Weg dahin begleite ich Einzelne und Gruppen mit Intuition und innerer „Ortskenntnis“.

Am Zeitpuls.

Wandel. Werte. Standpunkt.

Freiberuf bedeutet für mich die Pflege von Unabhängigkeit und damit Besitz einer Klarheit und Transparenz, die ich gerne gegenüber Auftraggebern einbringe. Als Dienstleister achte ich besonders auf Kompetenzdefinitionen. Nur so weiß ich um meine Einflussmöglichkeiten, und was ich versprechen und leisten kann.

Neben diesem Weg gibt es einen in Teams. Entweder bei einem Kundenprojekt oder unter Kollegen. Ich schätze an Teams die Arbeit auf Augenhöhe, den Austausch und die gegenseitige Bereicherung. Ich meine nicht, dass unsere Zukunft in den Händen Einzelner gut aufgehoben ist. Zukunft ist Gemeinschaftssache. Und ich finde es spannend, wenn viele kreative Köpfe gemeinsam neue, ungeahnte Ideen umsetzen. Voraussetzung dafür ist, dass jeder eigenständig denkt und gemäß seiner Rolle Strukturen mitgestaltet. Ich selbst trete in Teams auf als kreativer Innovator, informierter Berater und unterstützender Stabilisator.

Ich freue mich, wenn ich auf diese Weise etwas dazu beitrage, dass Menschen sich im Wandel der Zeit mit sich und anderen verständigen, angesehen fühlen und dabei Schwung entwickeln. Denn: wo Kommunikation gelingt, stärken wir die Gesellschaft in ihren Grundfesten.

Nach Oben

Wenn die Arbeit ein Vergnügen ist, wird das Leben zur Freude.

Maxim Gorkij (1868 - 1936)